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Steuerfusserhöhung unumgänglich

Der Voranschlag 2019 der Gemeinde Trogen sieht in der Erfolgsrechnung ein ausgeglichenes Ergebnis vor. Im Investitionsbudget betragen die Nettoinvestitionen rund 860'000 Franken. Der Gemeinderat beantragt den Stimmberechtigten, den Steuerfuss um 0,2 auf 4,3 Einheiten zu erhöhen.

Bereits im Budgetbericht 2018 und anlässlich der Präsentation des Rechnungsabschlusses 2017 hat der Gemeinderat die Stimmberechtigten darüber informiert, dass er auf das Jahr 2019 eine Erhöhung des Steuerfusses ins Auge fassen muss. Dies hat sich nun bestätigt. Damit der Nettoverschuldungsquotient und der Selbstfinanzierungsgrad innerhalb der Vorgaben des Finanzhaushaltgesetzes bleiben, hat der Gemeinderat zudem ein investitionsfreies Jahr beschlossen.

Begründete Mehrkosten im Schulressort

Bereits vor den Sommerferien haben die Ressortleiter von der Finanzkommission Vorgaben erhalten, in welchem Rahmen die Einnahmen und Ausgaben zu budgetieren sind. Die Vorgaben konnten nicht überall eingehalten werden.

Durch eine weitere Zunahme der Schülerzahlen in der Oberstufe und eine nochmalige Erhöhung der Schulgeldbeiträge an die Kantonsschule kommt es im Schulbudget in diesem Bereich zu einem Mehraufwand von Fr. 170'000.--.

Steuererträge und Finanzausgleich

Der Kanton nimmt als Basis für sein Steuerbudget den bisherigen Steuereingang 2018 und rechnet mit einer Erhöhung um 3,0 %. Diese Prognose wurde im Entwurf des Voranschlages übernommen. Zusätzlich werden weitere 1 % aufgerechnet, weil das Steuerbudget 2018 noch auf den Zahlen des rückläufigen Eingangs 2016 (bedingt durch einen Veranlagungsrückstand) basierte. Die Sondersteuern hängen jeweils von nicht beeinflussbaren Faktoren wie der Wirtschaftslage oder den Entwicklungen im Liegenschaftenhandel ab.

Für das Voranschlagsjahr 2019 stellt der Kanton eine Finanzausgleichszahlung von Fr. 240'000.-- in Aussicht.

Fondsbezüge aus dem Eigenkapital

Aus dem Fonds Zukunft werden total Fr. 87'000.-- zugunsten der Stiftung Pro Trogen und zur Finanzierung der Ortsplanungsrevision getätigt. Zudem ist ein Bezug aus dem Jugendfürsorgefonds zur Teilfinanzierung der Sonderschulbeiträge vorgesehen. Auf einen Bezug aus dem Fonds MS wurde hingegen verzichtet.

Investitionsrechnung

Im Investitionsbudget sind lediglich rund Fr. 860'000.-- enthalten. Es handelt sich dabei um gebundene Ausgaben für den öffentlichen Verkehr und für die Staatsstrassenprojekte. Je nach Etappierung und Ausführung der geplanten Sanierungsprojekte durch den Kanton muss die Gemeinde entsprechende Beiträge leisten. Sie können deshalb nicht einfach gestrichen werden.

Dem Rotstift zum Opfer gefallen sind hingegen ein neuer Schulbus, weitere Unterflurcontainer und die in den letzten Jahren regelmässig getätigten Investitionen für die laufende Erneuerung der Wasserversorgungsanlagen gemäss Generellem Wasserplan. Der Gemeinderat ist sich bewusst, dass dies nur aufgeschobene Aufgaben sind. Trotzdem mussten alle Ressorts zu dieser Massnahme beitragen.

Erhöhung des Steuerfusses notwendig

Aufgrund der vorgesehenen Investitionen in den nächsten Jahren wird die Verschuldung des Gemeindehaushaltes weiter zunehmen. Besonders ins Gewicht fällt die für 2020 geplante Neugestaltung des Landsgemeindeplatzes. In Übereinstimmung mit der Finanzkommission und der Geschäftsprüfungskommission beantragt deshalb der Gemeinderat eine Steuerfusserhöhung um 0,2 Einheiten. Dies führt zu Steuermehrerträgen von Fr. 220'000.--. Dadurch kann im Voranschlag 2019 eine "schwarze Null" ausgewiesen werden.

Damit sich die Finanzlage nachhaltig verbessert, ist neben einer restriktiven Ausgabenpolitik bei den Investitionen aber auch eine Erhöhung der Steuerkraft notwendig. Dies liegt allerdings ausserhalb des direkten Einflussbereiches des Gemeinderates.

Öffentliche Versammlung am 8. November 2018 in der "Krone"

Über den Voranschlag 2019 wird am 25. November 2018 abgestimmt. Die Budgetunterlagen werden rechtzeitig in Kurzform in alle Haushaltungen verteilt. Darin werden neben der Grobübersicht auch die vorgesehenen grösseren Ausgabenpositionen oder Abweichungen zum Vorjahr kommentiert. Die detaillierten Budgetzahlen können wie immer bei der Finanzverwaltung bezogen werden. Am 8. November 2018 findet im Restaurant "Krone" eine öffentliche Versammlung statt.

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